Inhalationsgeräte im Vergleich

Im Grunde stehen Patienten drei verschiedene Inhalationssyteme zur Verfügung:

  • Vernebler
  • Dosieraerosole
  • Pulverinhalatoren

Die jeweiligen Inhalationsgeräte haben Vor- und Nachteile. Wichtig ist bei allen die korrekte Handhabung, denn die Vorteile der Inhalation lassen sich nur dann nutzen, wenn man die Technik fehlerfrei beherrscht. Bestehen Sie also darauf, dass Sie von Ihrem Arzt, Fachhändler oder Apotheker detailliert in die Verwendung des Systems eingewiesen werden. Nur so kann die Therapie erfolgreich sein.

Die Inhalationsgeräte im Vergleich:

Vernebler (Feuchtinhalator)

Inhalationsgerät

VORTEILE:

  • längere Inhalationszeit erhöht den Erfolg der Therapie
  • Wirkstoffkombinationen sind möglich
  • Vernebler befeuchten die Lunge zusätzlich. Dies fördert den Selbstreinigungsmechanismus
  • moderne Meshvernebler arbeiten ohne Vibration und nahezu geräuschlos
  • mobile, leichte Vernebler werden durch einen Akku netzunabhängig betrieben

NACHTEILE:

  • Inhalationsgeräte benötigen für eine Inhalationssitzung ca. 5 – 10 min.
  • Kompressorgeräte haben einen gewissen Geräuschpegel (Alternativen sind lautlose Ultraschall- oder Meshvernebler)
  • Auswahl des passenden Systems aufgrund der Vielzahl an Geräten nicht einfach

Dosieraerosol

Dosieraerosol

VORTEILE:

  • mit geringem Atemzugvolumen verwendbar
  • Für Babys und Kleinkinder reduziert ein Spacer die Ansprüche an die Koordination
  • leicht und handlich
  • als Notfallspray für Asthmatiker geeignet

NACHTEILE:

  • Das Schütteln wird oft vergessen – dadurch können Fehldosierung infolge von Sedimentation der Wirkstoffpartikel entstehen
  • Auslösezeit von ca. 2 ms erschwert eine optimale Einatmung und erfordert ein hohes Maß an Koordination
  • Viele Dosieraerosole haben ein zu feines Partikelspektrum von 0,8 – 1,2 µm, dass sich nur schwer in der Lunge absetzt
  • Kältereiz bei der Applikation
  • geringe applizierbare Dosis von maximal 1 mg pro Sprühstoß
  • alle Systeme enthalten Treibgase

Pulverinhalator

Pulverinhalator

VORTEILE:

  • verlangt keine Koordination zwischen Auslösen und Einatmen
  • leicht und handlich
  • treibgas- und FCKW-frei

NACHTEILE:

  • löst erst ab einem Atemzugvolumen von ca. 30L/min aus. Für Babys, Kleinkinder, COPD Patienten oder starke Asthmatiker deshalb nicht geeignet.
  • verträgt keine Feuchtigkeit – darf nicht im Badezimmer gelagert werden – man darf nicht in das System ausatmen
  • Keine Wirkstoffkombinationen möglich
  • Pulverpartikel können Hustenreiz auslösen
  • Schräges Halten kann dazu führen, dass das Pulver herausrieselt
Inhalationsgeräte im Vergleich
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